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Durch unsere Mitarbeit im Arbeitskreis “Wohnen und Persönliches Budget” im Teilhabeplan der Stadt Bonn kristallisierte sich bei allen Beteiligten der Wunsch, Menschen mit Behinderung nicht nur durch die städtischen Wohnungsvermittlungen bei der Suche nach Wohnraum zu unterstützen, sondern eine Plattform für klar definierte barrierearmen Wohnungen auf dem freifinanzierten Wohnungsmarkt zu etablieren. Die bekannten Internetangebote differenzieren nicht ausreichend, welche Barrierefreiheit tatsächlich vorliegt. Da der Begriff Barrierefreiheit bis heute kein wirklich geschützter Begriff ist, wissen Nutzer meistens nicht, welche Hürden sie in der Realität meistern müssten, um in die Wohnung zu kommen.

Um dieses Problem zu lösen, möchten wir mit einer strukturierten niedrigschwelligen Definition von Barrierearmut dazu beitragen, dass der Mangel an barrierefreien Wohnungen nach DIN-Norm gemildert werden kann. Viele Menschen mit Behinderung wären schon froh, wenn sie eine Wohnung fänden, die nicht mehr als drei Stufen am Eingang hat und man mit geringem Aufwand das Badezimmer so umbaut, wie man es persönlich benötigt. Beispielsweise sind Haltegriffe im Badezimmer oder Flur einfach anzubringen.

Wir wollen mit unserem Angebot nicht die bestehenden DIN-Normen und die Notwendigkeit von barrierefreien Wohnungen infrage stellen, sondern den bestehenden Mangel mindern.

Unsere Anforderungen an barrierearme Wohnungen:

Hauseingang:

  • Die Hauptwege, wie z.B. zum Hauseingang, zur Garage oder zum Müllsammelbehälter, sind kurz, stufenlos begehbar/befahrbar und weisen keine starken Gefälle auf .
  • Die Bewegungsfläche vor und hinter handbetätigten Drehtüren muss mindestens 120 cm x 120 cm betragen.
  • Die Eingangstür muss im geöffneten Zustand eine Breite von mindestens 80 cm aufweisen.
  • In der Wohnung ist zur Haustür eine Gegensprechanlage mit Türöffner angebracht.
  • Die Hauptwege müssen mindestens 100 cm breit sein

Treppe / Treppenhaus:

  • Der Treppenlauf sollte nicht gewendelt sein.
  • An der Treppe befindet sich mindestens ein Handlauf.
  • Wenn es keinen Aufzug gibt, dann sollte die Treppe mindestens 100 cm breit sein.

  Bad / WC:

  • Die Badezimmertür sollte nach außen aufgehen.
  • Das Bad ist mit einem stufenlos befahrbaren Duschplatz oder einer Badewanne mit Lifter ausgestattet.
  • Der Waschtisch ist auch im Rollstuhl erreichbar.

Küche:

  • Bewegungsflächen von 120 cm x 120 cm vor bzw. zwischen der Kücheneinrichtung.

 

Entstehung dieses Angebotes

Die Anforderungen an barrierearmen Wohnraum wurde in Zusammenarbeit mit der Wohnberatung der Stadt Bonn erarbeitet.

Die Wohnberatung steht allen Bonner Bürgern offen und unterstützt gerne Betroffene und Vermieter bei Fragen zur Beseitigung von bestehenden Barrieren und zu Fördermitteln und Hilfsmitteln bei Wohnungsumbauten.

Die technische Umsetzung des Wohnungsmarktes auf diesen Internetseiten Das StützRat e.V.  ist in Kooperation mit dem IT-Dienstleister Schmetterlong – Barrierefreie Kommunikation entstanden.